Elektrische Komponenten müssen längst nicht mehr nur in geräumigen Schaltschränken Platz finden. In Maschinen, Fahrzeugen und modularen Anlagen stehen für sie häufig enge oder komplex geformte Einbauräume zur Verfügung. Damit wird die mechanische Konstruktion zu einer wichtigen Grundlage für die Elektrokonstruktion: Sie bestimmt, wo Komponenten montiert und Leitungen geführt werden können.
Arbeiten beide Disziplinen mit voneinander getrennten Daten, fallen Unstimmigkeiten unter Umständen erst bei der Prüfung oder Montage auf. Elektroingenieure benötigen deshalb eine Möglichkeit, den tatsächlichen mechanischen Bauraum bereits bei der Platzierung elektrischer Komponenten zu berücksichtigen.
Mechanische Einbauräume in E3.Panel nutzen
E3.3DPanelBridge verbindet mechanisch definierte Einbauräume mit dem Konstruktionsprozess in E3.Panel. Ausgangspunkt ist ein mechanisches Layout im STEP-Format, das beispielsweise Montageplatten, Tragschienen und Kabelkanäle enthält. Diese Strukturen werden nach E3.Panel übernommen und bilden dort die räumliche Grundlage für die elektrische Konstruktion.
Die Platzierung elektrischer Komponenten erfolgt weiterhin in der vertrauten E3.Panel-Umgebung. Schütze, Klemmen oder Leistungsschalter können auf Basis der übernommenen Strukturen angeordnet werden. E3.Panel stellt anschließend die Funktionen für die weitere Konstruktion bereit, darunter Leitungsführung, Leitungslängen und Füllgrade von Kabelkanälen.
Den Aufbau im 3D-Kontext prüfen
Nach der Platzierung lässt sich die Anordnung der elektrischen Komponenten im ursprünglichen mechanischen 3D-Umfeld visualisieren. Das erleichtert die Beurteilung des verfügbaren Platzes und macht die Einbausituation für beide Disziplinen besser nachvollziehbar.
Änderungen im mechanischen Layout berücksichtigen
Einbauräume verändern sich im Laufe eines Projekts: Eine Montageplatte wird angepasst, ein Kabelkanal verschoben oder eine Tragschiene ergänzt. E3.3DPanelBridge unterstützt die Aktualisierung des mechanischen Layouts. Dabei werden vorhandene und neue Geometrien miteinander verglichen. Wenn Elemente eindeutig wiedererkannt werden, kann ihre Zuordnung automatisch erfolgen; andernfalls ist eine manuelle Zuordnung möglich. So können bestehende elektrische Konstruktionsdaten bei Änderungen am mechanischen Aufbau weiterverwendet werden.
Die übernommenen Daten können außerdem im E3-Projekt gespeichert werden. Für die Wiederverwendung eines mechanischen Layouts in einem anderen Projekt ist auch ein Export als PEX-Datei möglich.
E3.3DPanelBridge schafft damit einen gemeinsamen räumlichen Bezug für Mechanik- und Elektrokonstruktion. Gerade bei begrenztem Bauraum können Teams elektrische Komponenten auf Grundlage der tatsächlichen Einbausituation platzieren, das Ergebnis in 3D prüfen und Änderungen am mechanischen Layout in ihren Arbeitsablauf aufnehmen.
