Auf der Zuken Innovation World France 2026 erläuterte Guislain Haye, Lead Low Voltage Systems & Embedded Sensors bei Alpine Tech, wie das im anspruchsvollen Motorsport entwickelte Engineering-Know-how heute Unternehmen dabei unterstützt, die Produktentwicklung zu beschleunigen.
Der Zeitpunkt könnte passender kaum sein. Im Zuge der Weiterentwicklung des traditionsreichen Entwicklungsstandorts Viry-Châtillon richtet Alpine Tech seinen Fokus zunehmend über den Motorsport hinaus und bietet fortschrittliche Engineering- und Rapid-Prototyping-Dienstleistungen für Kunden aus unterschiedlichsten Branchen an. Ziel ist es, die Geschwindigkeit, Präzision und technische Expertise aus dem Hochleistungs-Motorsport auf neue Entwicklungsprojekte zu übertragen.
Motorsport-Know-how für neue Industrien
Im Interview erklärte Haye, dass Alpine Tech Unternehmen unterstützt, die ihre Ideen möglichst schnell in einen funktionsfähigen Prototypen überführen möchten.
Das Leistungsspektrum reicht von der mechanischen Entwicklung über Verbrennungsmotoren bis hin zu Bordnetzsystemen, Elektronik und elektrischen Maschinen. Unabhängig davon, ob Kunden bereits über ein detailliertes Lastenheft verfügen oder sich noch in einer frühen Konzeptphase befinden, verfolgt Alpine Tech ein klares Ziel: Entwicklungszeiten verkürzen, ohne Kompromisse bei Qualität und technischer Exzellenz einzugehen.
Dabei steht nicht eine einzelne Technologie im Mittelpunkt, sondern die Fähigkeit, unterschiedlichste Engineering-Projekte schnell und effizient umzusetzen.
Vom Lastenheft zum funktionsfähigen Prototyp
Eine besondere Stärke von Alpine Tech ist die vollständige Abbildung des Prototypenentwicklungsprozesses im eigenen Haus.
Die Ingenieurteams übernehmen die Entwicklung, fertigen Prototypen in den eigenen Werkstätten und validieren diese anschließend auf Prüfständen unter realitätsnahen Bedingungen. Laut Haye kann Alpine Tech innerhalb weniger Wochen nach Erhalt der Kundenanforderungen einen funktionsfähigen Prototypen bereitstellen.
Da Entwicklung, Fertigung und Testing innerhalb einer Organisation stattfinden, lassen sich Projekte besonders effizient und mit kurzen Reaktionszeiten umsetzen. Die Prüfinfrastruktur wird dabei längst nicht nur im Automobilbereich genutzt. Auch Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrt – beispielsweise aus dem Hubschrauberbau – setzen auf die Testeinrichtungen von Alpine Tech, um ihre Technologien zu validieren.
Entwicklung von Bordnetzsystemen mit E3.series
Als Verantwortlicher für Bordnetzsysteme erläuterte Haye außerdem die Rolle von Zuken E3.series innerhalb des Entwicklungsprozesses.
Die komplette Bordnetzarchitektur wird mit E3.series entwickelt, bevor die Komponenten am Standort Viry-Châtillon gefertigt und getestet werden. Während des Interviews wurde zudem ein Formel-1-Antrieb präsentiert, der die anspruchsvolle Entwicklungsumgebung verdeutlicht, in der diese elektrischen Systeme entstehen.
E3.series unterstützt Alpine Tech dabei, die Bordnetzsysteme für hochperformante Entwicklungsprojekte effizient zu entwickeln und gleichzeitig die Geschwindigkeit und Präzision sicherzustellen, die für Rapid-Prototyping-Projekte erforderlich sind.
Engineering-Kompetenz weit über den Motorsport hinaus
Auch wenn Alpine Tech seine Wurzeln im Motorsport hat, zeigt das Interview deutlich, wie diese Kompetenzen heute in unterschiedlichsten Industrien zum Einsatz kommen.
Durch die Kombination aus Entwicklung, Fertigung und Testing unter einem Dach bietet Alpine Tech seinen Kunden einen schnellen Weg von der Idee bis zum validierten Prototyp. Ob elektrische Systeme, mechanische Komponenten oder komplette Prototypenbaugruppen – Unternehmen profitieren von Engineering-Know-how, das unter den anspruchsvollsten Bedingungen des Motorsports entstanden ist.
Englische Untertitel sind unter [CC] verfügbar.
