Innovationspreis für Zuken Forschungsprojekt im Bereich E-Mobility

Forschungsprojekt im Bereich Elektromobilität mit Beteiligung von Zuken wird mit Innovationspreis ausgezeichnet

19. Dezember 2014 – München und Westford, MA (USA) – Das multinationale Forschungsprojekt EM4EM (ElectroMagnetic Reliability and Electronic Systems for Electro Mobility), bei dem Zuken als einer der Industriepartner mitwirkt, hat einen europäischen Innovationspreis gewonnen.

Zuken Innovationspreis
Zuken ist als Partner am EM4EM-Projekt beteiligt, das den CATRENE-Innovationspreis als „Most Innovative Project in 2014“ gewonnen hat

Das Projekt im Forschungsschwerpunkt Elektromobilität wurde von CATRENE mit dem Innovationspreis als „Most Innovative Project in 2014“ ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im November auf dem European Nanoelectronics Forum 2014 im französischen Cannes statt. Das EUREKA-Forschungsprogramm CATRENE (Cluster for Application and Technology Research in Europe on NanoElectronics) wird von der EU und den jeweiligen nationalen Fördergebern (in Deutschland das Bundesministerium für Bildung und Forschung, BMBF) finanziert.

„Die Ergebnisse des CATRENE-Projekts EM4EM bilden den Grundstein für die neue Generation von Elektrofahrzeugen und ermöglichen der europäischen Automobilindustrie, ihre derzeitige Marktposition zu behaupten und weiter auszubauen und damit weitere Arbeitsplätze in Europa zu schaffen. Jeder Partner in diesem interdisziplinären Konsortium bringt Anforderungen und besonderes Know-how mit, die zur Entwicklung effizienter Lösungen beitragen.“ kommentiert Peter Koch, CATRENE Programme Director Applications.

Zuken vertritt die EDA-relevanten Aspekte in dem Dreijahresprojekt EM4EM, das Probleme mit der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) bei Fahrzeugen mit Elektroantrieb lösen soll. Zuken war für den Forschungsschwerpunkt „Advanced EMR Design for Smart System Integration“ zuständig, der sich Modellierungsfragen und Analyseverfahren widmet. An dem Projekt sind 17 Partner aus drei Ländern beteiligt, darunter Audi, Daimler, Bosch, Infineon, Continental, NXP und ELMOS Semiconductor.

Zuken spielt bei diesem Forschungsprojekt eine wichtige Rolle, da das Unternehmen neue Technologiekonzepte für die EMV-bezogene Modellierung von Stromversorgungssystemen für Steuergeräte und die Berücksichtigung entsprechender Power-/Ground-Störungen bei der Signalintegritätssimulation entwickelt. Die Handhabung von EMV-Problemen ist in Elektrofahrzeugen aufgrund der in Elektromotoren und deren Batterien auftretenden hohen Ströme und Spannungen eine besonders komplexe Aufgabe. Steuergeräte arbeiten hingegen nur im Millivolt/Milliwatt-Bereich, befinden sich aber in direkter Motornähe, sodass eventuelle Störsignale auf derartige sensible Elektronikkomponenten beseitigt werden müssen.

Der systematische Ansatz unseres Projekts wurde von den Juroren besonders gelobt. Die verschiedenen Partner haben sich von der Projektebene in die Spezifikationsphase begeben und dann vom Fahrzeug, System und Teilsystem über die IC-Package- zur Chip-Ebene vorgearbeitet.

Diese systematische Vorgehensweise ist wichtig, um Ergebnisse erzielen zu können, die sich in der gesamten Elektrofahrzeugentwicklung umsetzen lassen. Die F&E-Aktivitäten wurden dann wie in der Automobilbranche üblich nach dem V-Modell aufgebaut. Die erzielten Projektergebnisse werden nach Projektende unsere Analysemöglichkeiten in der Steuergeräteentwicklung deutlich verbessern.

Ralf Bruening Senior Consultant High Speed Design, und Zuken-Projektleiter für EM4EM

Das gesamte Projekt wurde gemäß Automotive SPICE organisiert, einem Qualitätsstandard, für den Zuken akkreditiert ist. Die Ergebnisse des Projekts werden auch in die Zuken-Lösungen für Elektronikentwicklung und Verkabelung einfließen und Zuken-Kunden in der Automobilbranche einzigartige Vorteile bringen.

Zuken hat jüngst seine Aktivitäten im Automobilbereich um ein Automotive- und Transport-Kompetenzzentrum in Erlangen erweitert. Im Oktober 2014 brachte Zuken die Softwarelösung E3.Harness Analyzer auf den Markt, die eine effiziente Zusammenarbeit bei der Bordnetzentwicklung in der Automobilbranche ermöglicht.

Weitere Informationen finden sie unter www.catrene.org