PCB Design Datenmanagement: Erwartung vs. Realität

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Source: 9gag

Aus unserem Alltag kennen wir viele Beispiele, in denen unsere Erwartungen und die Realität nicht ganz übereinstimmen. Im PCB Design Datenmanagement ist das nicht anders.

Während der Produktentwicklung sind CAD-Designs ständig im Fluss: Entwickler verschiedener Fachbereiche arbeiten gemeinsam an einem Produktentwurf, Kunden passen ihre Anforderungen an, Zulieferer verändern ihre Produkte und Spezifikationen, und die Fertigung fordert Vereinfachungen. Dabei greifen viele Benutzergruppen gleichzeitig auf die Daten zu, während sich Entwürfe ständig weiterentwickeln. Daraus entstehen unterschiedliche Dateiformate, die miteinander verknüpft werden sollen, um ein Produkt umfassend abzubilden.

Die Erwartung

Die Wunschvorstellung vieler IT-Manager ist eine zentrale Softwarelösung, die alle Daten eines Produkts verwaltet. Die Vorteile einer solchen Lösung mit „Single Source of Truth“ (SSOT) liegen auf der Hand: Doppelte Dateneinträge werden beseitigt, aktuelle Daten stehen zur richtigen Zeit zur Verfügung und der Zeitaufwand für die Suche nach Informationen wird auf ein Minimum reduziert. Kurzum: alle Beteiligten verwenden dieselben Daten, um Entscheidungen zu treffen und befinden sich idealerweise auf demselben Wissensstand.

Unternehmen können so schneller auf Marktdynamiken reagieren und Produktinnovationen besser umsetzten. Außerdem werden für eine solche Lösung nur wenige Interfaces gebraucht. So lässt sich ein kompliziertes Schnittstellenmanagement und Datensalat aus Zwischenspeicherungen vermeiden.

Die Realität

Die Realität ist meist jedoch noch weit davon entfernt. PLM Systeme können schlichtweg keine nativen CAD-Daten verwalten. Sie speichern solche Daten als Zip-Container ab. Wer also auf vollständige Datensätze zugreifen und diese bearbeiten möchte, muss das in Ihren ursprünglichen Systemen tun. Deswegen wächst die Anzahl verschiedener ERP, PLM und Design-Systeme verbunden durch zahlreiche Interfaces.  Insoweit liegt dieser Zustand also nicht an mangelndem Interesse oder fehlender Motivation zur Optimierung, sondern vielmehr daran, dass der beschriebene Idealzustand kaum realisierbar ist.

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Erwartung vs. Realität im Design-Datenmanagement

Aus diesem Grund bietet Zuken eine Workflow Integration an, mit dem Ziel die Anzahl an notwendigen Interfaces zu reduzieren und trotzdem eine native Datenverwaltung mit Single Source of Truth zu ermöglichen. Diese Integration besteht aus dem EDM System DS-CR, welches sich mit allen übergeordneten PLM/ERP Systemen (SAP, Teamcenter, Windchill, Aras Innovator, DS Enovia, etc.) verbinden kann. Über diese Verbindung werden Daten in beide Richtungen ausgetauscht, beispielsweise Meta-Daten für das Artikelmanagement, Stücklisten, Stromlaufpläne als PDF oder Gerber-Daten.

PCB Design-Datenmanagement mit dem Engineering Desktop

PCB Design Datenmanagement mit dem Engineering Desktop

DS-CR wurde entwickelt, um die spezifischen Anforderungen des PCB Designdaten Managements zu unterstützen. Die Arbeitsoberfläche bildet der sogenannte Engineering Desktop (EDT). Dort findet die gesamte Designdatenverwaltung statt. Alle PCB Designdaten liegen sicher in einem Vault (dt. Tresor). Über einen Check-out können Designs auf einen lokalen Rechner geladen werden, um diese auch unterwegs bearbeiten zu können.

Die automatische Versionierung bei jedem Aus- und Einchecken eines Designs ersetzt eine fehleranfällige manuelle Versionierung und stellt eine Projekthistorie inklusive aller Bearbeitungsständen zur Verfügung. Jede dieser Versionen kann über die Reuse-Funktion als Startpunkt für ein neues PCB Design dienen.

Der Vault wird durch ein Rollen- und Konfigurationsmanagement geschützt, bei dem jeden Benutzer bestimmte Zugriffsrechte zugewiesen werden können. Darüber hinaus können alle Objekte mit einem Approval-Flow versehen werden. Für den Fall, dass es ein Pad oder Pad-Stack gibt, der weiterentwickelt wurde und deswegen in der Fertigung nicht mehr eingesetzt werden kann, wird dieser durch eine Statusänderung gesperrt. So kann ein veraltetes Bauteil im Workflow nicht weiterverwendet werden.

Artikelmanagement mit dem Component Master

Mit dem Component Master können zusätzlich zu Footprint, Pad und Padstack auch Meta-Daten, z.B. Preis, MTBF-Wert oder ROHS-Bestimmung, aus dem PLM/ERP System bezogen werden. In der Regel gibt es ein Datenblatt, ein Test-Ergebnis, eine Spezifikation und der Entwickler muss dabei immer genau hinschauen, aus welchen Töpfen er sich bedient, um seine Dokumentation oder seine Bauteile aufzubauen. DS-CR verwaltet das alles in einer Single Source of Truth, in der auch Bauteile über Third-Party Tools wie SiliconExpert komplett aufgebaut werden können.

Zu den verfügbaren Metadaten gehören sogar auch Informationen zur Verfügbarkeit von Bauteilen. Sollte eines abgekündigt worden sein, können leicht Alternativen gefunden werden. Zusammengefasst: Der Component Master enthält alle wichtigen Informationen, und kann auch aus der Designumgebung CR-8000 Design Gateway heraus angesteuert werden.

Mit diesen umfassenden PCB Datenmanagement-Funktionen kombiniert DS-CR folglich eine echte Single Source of Truth mit nativer Datenverwaltung für die Entwicklung von Leiterplatten und anderen Elektroniksystemen.

Die wichtigsten Funktionen von DS-CR zusammengefasst:

  • Single Source of Truth für die Entwicklung von Elektroniksystemen
  • Automatische Versionierung und vollständige Projekthistorie
  • Design Reuse von jedem Punkt im Produktentwicklungsprozess möglich
  • Hohe Informationstiefe von Meta-Daten
  • Möglichkeit zur Definition von Approval-Flows

Alle Details über das PCB Design Datenmanagement mit DS-CR finden Sie übrigens ausführlich und praxisorientiert erklärt in unserem Webinar. Jetzt anschauen oder später on-demand.

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