E3.series als Impulsgeber für eine intelligente Fertigung

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Komplexität in der Fertigung reduzieren

Ein nicht durchgängig formalisierter Entwicklungs- oder Herstellungsprozess führt unweigerlich zu übermäßiger Komplexität. In manchen Fällen ist Komplexität gut, aber die Entwicklung und Fertigung gehören definitiv nicht zu diesen Fällen. Entwicklungsabläufe sind komplex, weil sie sich über die Zeit verändert und entwickelt haben. Im Prinzip ist Evolution nicht das Ergebnis eines großen Masterplans, sondern eine Eventualität. Die komplexen und manuellen Prozesse bedürfen einer ganzheitlichen Überholung, um Effizienz zu gewinnen und Einsparungen zu erzielen. Intelligente Möglichkeiten der Fertigungsunterstützung, die von durchdachten Konstruktionslösungen unterstützt werden, bieten einen wiederholbaren und effizienten Weg zur Vereinfachung der Fertigungsprozesse.

Um die Komplexität zu reduzieren, müssen wir einfache und effiziente Methoden zur Steuerung einsetzen, mit denen wir die Prozesse effizient umsetzen können. Einfach ausgedrückt: Wenn wir den Grund für Ineffizienzen im Prozess kennen, dann müssen wir ihn beheben. Die Realität ist, wie Sie wissen, nicht so einfach. Erstens: So klischeehaft es auch klingen mag, die Angst vor Veränderungen ist das häufigste Hindernis für Verbesserungen. Zweitens ist für eine optimale Lösung eine strukturierte Herangehensweise erforderlich. Drittens, und das ist der wichtigste Punkt, muss die Lösung die zentralen Probleme angehen, nicht nur die oberflächlichen Ärgernisse.

Maschinen brauchen intelligente Konstruktionsdaten, um ihr Produktionspotenzial auszuschöpfen

Heute bietet eine Vielzahl von innovativen Lösungen die Möglichkeit zur Automatisierung. Darüber hinaus nimmt die Akzeptanz von Automatisierungslösungen in allen Branchen rasch zu. Das schnellste Wachstum ist vor allem in der Energie-, der Schaltschrank- und der Kabelbaumfertigung zu verzeichnen. Alle Maschinen benötigen intelligente Konstruktionsdaten, um ihr Fertigungspotenzial auszuschöpfen. E3.series bietet direkte und indirekte Wege zur Anbindung an verschiedene automatisierte Fertigungsoptionen. Die Design-Suite E3.series ebnet zusammen mit komplementären Lösungen von strategischen Industriepartnern den Weg zum Erfolg. In diesem Beitrag werden die verfügbaren Optionen untersucht, um die Entwicklung hin zur intelligenten Fertigung einzuleiten.

Automatisierung der Kabelverarbeitung

Bei Zuken glauben wir an die Zusammenarbeit mir qualifizierten Partnern, um das gesamte System vom Entwurf bis zur Fertigung zu erweitern. Zuken unterstützt automatisierte Kabelverarbeitungsmaschinen, um den Fertigungsdurchsatz zu vereinfachen und zu erhöhen. Die nach wie vor weitverbreitete Praxis der manuellen Verkabelung besteht aus allen oder zumindest den meisten der folgenden Schritte:

  1. Identifizierung des Verbindungsursprungs und -ziels
  2. Auswahl des richtigen Kabelquerschnitts
  3. Suche nach den geeigneten Werkzeugen
  4. Ein Ende des Kabels abmanteln und abisolieren
  5. Kürzen des Kabels auf die gewünschte Länge, d.h. messen oder schätzen der erforderlichen Länge
  6. Anderes Ende abmanteln und abisolieren
  7. Beim nächsten Kabel wiederholen

Automatisierte Kabelverarbeitungsmaschinen unterscheiden sich in ihrem Automatisierungsgrad. In den meisten Fällen können jedoch 50 % der oben genannten Aufgaben potenziell automatisiert werden.

Darüber hinaus werden in E3.series die Kabel auf intelligente Weise im 3D Schaltschrankaufbau verlegt, oder die Länge wird auf der Nagelbrettzeichnung präzise angegeben. Vor allem aber lesen und verarbeiten moderne automatisierte Kabelverarbeitungsmaschinen Drähte direkt aus E3.series. So steuert E3.panel beispielsweise modernste Maschinen wie die Komax Zeta-Serie an. Komax Maschinen bündeln und kennzeichnen die Kabel entsprechend der optimalen Kabelreihenfolge einer Konstruktion. Das Zeiteinsparungspotential beträgt dadurch mehr als fünfzig Prozent. Außerdem zeigen Untersuchungen, dass die Kabelkonfektionierung schnell auf 2-3 Minuten pro Kabel oder sogar weniger reduziert werden kann.

Optionen für automatisiertes Zuschneiden und Montieren

CNC-Maschinen und andere automatisierte Schneidmaschinen sind keineswegs neu. Um genau zu sein, sind sie der Standard in allen Fertigungsbereichen. Dennoch ist die Herstellung eines Schaltschranks eine anspruchsvolle Aufgabe für die Automatisierung. Die Ausschnitte und Bohrungen werden von den im Schaltschrank eingesetzten Komponenten bestimmt. Darüber hinaus variieren die Layouts zwischen Tragschienen-gebundenen oder direkt montierten Elementen. Daher sind die möglichen Kombinationen so umfangreich, dass die Standardisierung zur großen Herausforderung wird.

E3.series bietet zuverlässige Werkzeuge zur Erstellung von Schaltschrankkonstruktionen in 3D und 2D. Der Entwurf ist also komplett mit Angaben zu mechanischer Passung und Ausführung. Infolgedessen können automatisierte Maschinen die Einhaltung der angestrebten Ziele für die Fertigungsreife verbessern. E3.cutout ist ein Add-On Tool, das für E3.panel erhältlich ist. Zusätzlich können Tools für Kennzeichnungen, Kabelschutz oder andere Anwendungen von den im Designprozess erfassten Informationen angesteuert werden. In ähnlicher Weise kann das Formboard-Layout die automatische Erstellung von Kabelbäumen mit modernen Verkabelungsmaschinen steuern.

Erweiterte digitale Montage

Das Ziel jeder Person, die für die Verbesserung der Produktionseffizienz zuständig ist, muss es sein, nicht-wertschöpfende Aktivitäten zu reduzieren. Zeit, die für Aufgaben wie das Nachschlagen von Informationen für die Montage aufgewendet wird, kann stattdessen Zeit sein, die für die Effizienz-Steigerung zur Verfügung steht. Die Herausforderung besteht darin, sich auf die richtige Datenmenge zu einigen, die erforderlich ist, um das Gleichgewicht zwischen Fertigungseffizienz und zunehmender Komplexität aufrechtzuerhalten.

Digitale Bereitstellung als Antrieb für intelligente Fertigung

Die verfügbaren Informationen für umfassende Augmented-Reality-Lösungen sind auf bestimmte Anwendungen beschränkt. Um den Prozess zu vereinfachen, bieten die Add-Ons der E3.series die digitale Verdrahtung sowie Optionen zur Qualitätskontrolle und -überwachung, um den Einstieg in die intelligenten Fertigungsoptionen zu erleichtern. Zwei wesentliche Add-ons unterstützen die digitale Bereitstellung und Überwachung. Erstens liefert das E3.WiringCockpit dem Montagetechniker einfache Wire-by-Wire-Informationen. Zweitens bietet E3.WiringChecks ein zuverlässiges Werkzeug zur Prüfung und -Fehlererfassung. Wenn Sie mehr über diese digitalen Engineering-to-Manufacturing-Lösungen erfahren möchten, schauen Sie sich unser On-Demand Webinar an.

E3.series und Smart Manufacturing

Die Elektrokonstruktionswelt ist ein seltsamer Ort mit drastischen Unterschieden von einem Unternehmen zum anderen. Auf der einen Seite vereinfachen und automatisieren viele Entwicklungsteams Prozesse in jeder Phase. Auf der anderen Seite halten manche Entwicklungsteams hartnäckig an archaischer Designmethoden fest. Vieles hängt von den Endkunden und ihren Anforderungen ab. Wer sind an die Maxime hält “ repariere nichts, was nicht kaputt ist“, wird Verbesserungen weniger aufgeschlossen gegenüberstehen. Die Beibehaltung des Status quo sorgt dann zwar für einen reibungslosen Ablauf, aber nur für einen kurzen Zeitraum. Wir glauben an das Voranschreiten mit zukunftsweisender Innovation, kontinuierlicher Verbesserung und soliden Partnerschaften.

Zuken arbeitet weltweit mit Herstellern, Partnern und Kunden zusammen, um die Design-to-Manufacturing-Automatisierung zu verbessern. Es gibt viele spannende Entwicklungen mit neuen Partnern und neue Möglichkeiten, die Effizienz und Effektivität des digitalen Designs weiter zu verbessern. Bleiben Sie dran und verfolgen Sie unseren Blog, auf dem wir Designlösungen, Partnerschaften und alle interessanten Neuigkeiten über intelligente Fertigung vorstellen und besprechen.

Sanu Warrier
Sanu Warrier
Technical Marketing Manager
Sanu Warrier is a Technical Marketing Manager, helping customers find effective solutions to their design challenges. His work focusses on eliminating inefficiencies, improving design processes and reducing costs to improve competitive advantages. He is a self-professed foodie and loves to dabble in gastronomic alchemy as often as possible.